B außerhalb des Alphabets

Berlin, 18. Juli 2016

Ich weiß nicht, ob ich zu früh in die deutsche Kapitale zurückgekommen bin. Und ob es überhaupt richtig und sinnvoll war, nach Berlin zu kommen. Allein das Wort „zurückkommen“ klingt schon wie ein schief gesungenes Lied.  Rückkehr wohin? In ein  graues Niemandsland, das einmal sehr bunt, schillernd und wild bebaut war.

Nachdem die Patchwork-Jobs, das alte Zimmer, die Beziehung und damit der einst unumstößliche Glaube an die Liebe weg sind, bleibt nicht mehr viel übrig.

Diese Stadt ist tückisch. Befremdlich. Und doch viel zu vertraut. Was für eine absurde Idee, nach Berlin mit frischen Blick zu reisen. So zu tun, als sei ich Neu-Berlinerin oder Touristin. Ich bin es nicht, und die Schallplatte hat einen Sprung.

Eine Antwort auf „B außerhalb des Alphabets

  1. Wie ich das kenne.. wie schön du das Gefühl beschrieben hast… genauso ist es. Denn im Grunde hat man ja nichts zum zurückkehren und damit keinen guten Grund nochmal genau dasselbe zu starten…das ist, als würde man einen freigelassenen Vogel wieder einsperren..

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